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DIE KRIPPENBELEUCHTUNG
TEIL 1
Die Beleuchtungsfrage beschäftigte uns Krippenfreunde
immer schon stark. Früher wurde das leidige „Problem
Krippenbeleuchtung“ meist mit dem Tageslicht
durchs Stubenfenster und am Abend mit ein paar Kerzen,
die hinterm Krippenzaun postiert waren, gelöst.
Heute beschäftigt uns dieses Thema weit mehr,
da uns zum Glück viel mehr Möglichkeiten
zur Verfügung stehen. Die Technik hat uns brauchbare
Leuchtmittel, wie Strahler, Röhren, Scheinwerfer
und Regler in die Hand gegeben und es kann nur mehr
an uns liegen, die richtige Wahl zu treffen, um in
einem Zusammenspiel der aufgestellten Lichtquellen
für einen stimmungsvollen Gesamteindruck der
Krippe zu sorgen. Auf Grund vieler Anfragen will ich
versuchen dieses vielseitige Thema ein wenig aufzuhellen
und etwas Licht in diese Sache zu bringen. Man kann
nicht alles wissen meinte ein erfahrener Krippenbauer
und er hat damit nicht unrecht! Die meisten von uns
haben aber längst erkannt, dass sich Stimmungen
und Eindrücke auf der Krippe mit keinem anderen
Mittel leichter lösen
lassen als mit Licht. Bevor wir dieses Thema genauer
anpacken, unterscheiden wir im wesentlichen zwischen
zwei Beleuchtungsarten: Die Allgemeine und zentrale
Beleuchtung bzw. die direkte und indirekte Beleuchtung.
Aber gehen wir der Reihe nach vor!
Grundsätzlich spielen für eine gute Krippenbeleuchtung
der Standort, die Krippengröße, aber auch
die Bauart eine wesentliche Rolle. Ich erinnere mich
an
eine an sich sehr schöne Krippe, die sich schlecht
darstellte, nur weil sie im Zwielicht des Fensters
stand. Schade, denn nicht immer hat man die Möglichkeit,
seine Krippe vor ungünstigen Tageslichteinfall
abzuschirmen und zu schützen. Den besten Platz
kann man sich nicht immer aussuchen! Hätte man
aber in diesem Fall das Fenster verdunkelt, wäre
das ärgste verhindert gewesen. Durch eine „richtig
gewählte Beleuchtung“ würde dann alles
im rechten Licht stehen. An zwei Beispielen möchte
ich in den kommenden beiden Heften einfache Beleuchtungsvorschläge
bringen, damit sich mehr Gespür „für
das Elektrische“ entwickeln kann. Außerdem
wird gezeigt, wie Elektromaterialien z.B. Lampen,
Trafo oder Regler richtig eingesetzt werden, vor allem
aber, wie sie richtig positioniert sein müssen,
um wichtige Stellen in der Krippe hervorzuheben.
l. Beispiel
Eine mittlere Kleinkrippe mit Stall oder Höhle,
ein kleiner Stadtteil und eine Feuerstelle sollen
beleuchtet werden. Eine Krippe wie sie in Kursen vielfach
gebaut wird. In diesem Fall ist die Bauart (orientalisch
oder heimatlich) eher nebensächlich. Als Stromquellen
kommen sowohl Batterie (teuerste Version) als auch
Transformator in Frage. Da der Installationsaufwand
für beide Varianten derselbe ist, liegt die Entscheidung
der Stromversorgung beim Krippenbauer. In der Regel
werden zwei bis maximal drei Lämpchen in eine
Krippe montiert.
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1. Lötfassung
E10 (mit Lötfahnen), 2. Brückenfassung
E10 (Schraub-anschluss), 3. Kugellampe E10, 4.
+ 6. Linsenlampen E10, 5. Kugellampe E10. Spannung
und Stromstärke sind meist am Gewinderad
unter der Glaskugel eingestanzt. |
Was
wird für eine Kleinkrippe gebraucht?
• 2 bis 3 Kleinfassungen E 10 (Brückenfassung)
Kleinlampen 4 Volt o., 3 Ampere, mit Gewinde für
Fassungen E10 (Auskunft erhalten Sie meist beim Elektriker.
Kleinlampen werden im Handel auch unter der Bezeichnung
Zwerglampen, Minilampen oder Kugellampen bzw. Lämpchen
geführt!)
• Ein paar Meter Klingel-, Telefondraht oder
Zwillingslitze
• Befestigungsmaterial
Als zusätzliches Werkzeug benötigt man einen
kleinen Lötkolben, etwas Lötzinn und einen
10 mm Bohrer.
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Schraubfassungen
werden mit dem Buchstaben „E“ bezeichnet.
Gewindegrößen bei Kleinlampen sind
neben dem „E“ mit einer Ziffer, z.B.
E5 oder E10 bezeichnet. |
Wann
soll die Krippe installiert werden?
Vor dem Verputzen der Krippe ist es Zeit für
die Lichtinstallation. Zur Vorbereitung der Lichtpunkte
lötet man an den Anschlussfahnen der Fassungen
je einen Draht. Die Fassungen werden montiert. Die
Leitungen verlegt man möglichst unsichtbar und
werden an die Krippenhinterseite zum Trafo geführt.
1. Lötfassung E10 (mit Lötfahnen), 2. Brückenfassung
E10 (Schraubanschluss), 3. Kugellampe E10, 4. + 6.
Linsenlampen E10, 5. Kugellampe E10. Spannung und
Stromstärke sind meist am Gewinderad unter der
Glaskugel eingestanzt. Schraubfassungen werden mit
dem Buchstaben „E“
bezeichnet Gewindegrößen bei Kleinlampen
sind neben dem „E“ mit einer Ziffer, z.B.
E5 oder E10 bezeichnet.
EINBAUTIPP
1. Montieren Sie die Fassungen so, dass beim Austauschen
der Lämpchen die Finger zum drehen genügend
Platz haben.
2. Sorgen Sie, dass die brennenden Lämpchen vom
Standort des Betrachters nicht gesehen werden.
3. Überlegen Sie, ob die Krippe mit wenigen gezielten
Lichtepunkten nicht doch mehr
Aussagekraft hat, als mit einer Festbeleuchtung ?
Wohin mit den Lampen?
Am vorstehenden Beispiel lassen sich einige Beleuchtungsvorschläge
leicht erkennen!
1. Diese Lampe ist so montiert, dass nur die Hinterseite
der Figuren angeleuchtet wird. Eine gebräuchliche
Art, wenn es nur darum geht, in den Stall ohne Überlegung
ein Licht hinein zu bauen. Die Lage dieser Lampe ist
nicht überdacht und am falschen Platz montiert.
Denken Sie darüber nach, ob sich nicht eine bessere
Position findet!
2. Diese Lampe ist richtig montiert. Alle Figuren
in der Höhle werden in ihrem Licht stehen und
von vorne angeleuchtet.
3. Auch diese Lampe vor dem Stall oder der Höhle
ist so montiert, dass ihr Schein die Figuren gut ausleuchtet,
während das innere des Stalles weitgehendst im
Dunklen bleibt. Eine interessante Beleuchtungs- Variante,
die besonders für Kastenkrippen Anwendung findet.
4. Die Lampenfassung der Feuerstelle ist meist bündig
in die Bodenplatte eingelassen. Über die herausragende
Kugellampe wird eine ausgehöhlte Feuerstelle
mit Dreibein oder Ähnliches gestellt.
5. Der Platz für den Transformator ist erfahrungsgemäß
an der Hinterseite der Krippe vorgesehen. Zu beachten
ist, dass der Platz nicht zu eng und genügend
Freiraum zur Wärmeabfuhr vorhanden ist.
Technische
Tipps für den Krippenbauer
Was ist vor der Installation der Krippenbeleuchtung
besonders zu beachten!
Kosten:
Ein Trafo ist im Vergleich zu Batterien zwar in der
Anschaffung teurer, bei den Betriebskosten aber um
ein Vielfaches billiger. Der Einbau eines Transformators
ist in den Gesamtkosten wesentlich preiswerter und
daher empfehlenswert!
Überlastung:
Beim Einbau mehrere Lichtpunkte ist darauf zu achten,
dass durch die Gesamtstromstärke aller Lämpchen
die Leistung des Trafos nicht überfordert ist.
(Brandgefahr!)
Schulbeispiel:
3 Lampen mit 4 Volt, 0,3 Ampere werden an einem Transformator
mit 4 Volt und 1 Ampere angeschlossen. 3 mal 0,3 A
ergeben 0,9 Ampere. Die „Leistung“ dieses
Trafos mit 1A reicht also für 3 Lampen aus. Würden
an dem selben Transformator 4 Lampen angeschlossen
sein, wäre er um 20% überlastet und könnte
in kurzer Zeit kurzer Zeit durchbrennen. Also, Vorsicht
- keine Experimente! Lesen Sie genau die eingeprägten
Daten am Lampensockel. Dabei gehen V für Volt
und A für Ampere. Auch die angegebene Spannung
muss mit den Anschlüssen am Trafo übereinstimmen.
Neben der Spannung und den Stromangaben ist auch die
Größe der Fassung (Gewinde) von Bedeutung.
Im Krippenbau haben Kleinlampen meist die Fassungsgröße
E10. Die nächste Dimension
mit der Bezeichnung E5 ist um die Hälfte kleiner
und wird gerne in Kastenkrippen verwendet.
Zur besonderen
Beachtung!
Besonders die Spannung muss stimmen! Bekommt unsere
Lampe statt 4V - 4,5 Volt oder mehr, leuchtet sie
zwar heller, brennt aber in kurzer Zeit durch. Bekommt
dieselbe Lampe die Hälfte der Spannung, also
2 Volt, brennt sie nicht, wie man annehmen möchte
1/2 so hell, sondern hat nur mehr 1/4 ihrer Leistung.
Diese Lampe leuchtet also zu schwach und ist in diesem
Zustand sicher nicht brauchbar.
Aus diesen Beispielen ist zu erkennen, dass die Abstimmung
der Lampen mit dem Transformator unbedingt notwendig
ist, da bei Nichtbeachtung Brandgefahr gegeben ist.
Vorsicht also! So mancher Brand ist durch Fahrlässigkeit
von einem Krippentrafo ausgegangen!
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