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Steinplatten für Krippenwege und Stufen

Da es sich in dieser Rubrik, die ich sehr interessant finde, um Ideenaustausch unter Krippenfreunden handelt, habe auch ich dazu eine Idee und möchte einen Beitrag leisten. Es handelt sich um einen spaltbaren, „Beige farbenen“ Stein, mit dem Namen „Indischer Quarzit“, der sich speziell für die Gestaltung von Stilkrippen, Tempelböden, Aufgänge und Stufenverkleidungen, um nur einige Verwendungsmöglichkeiten zu nennen, allein schon durch seine angenehme Farbe bestens eignet. Um die Bodenfläche einer Krippe möglichst echt wirken zu lassen, nehme ich kleine gebrochene Plättchen von diesem Stein und verlege sie mit Kleber oder Krippenmörtel. Der Stein lässt sich leicht spalten und schichtweise mit einer Stärke von 3 - 4 mm abtragen. Das verlegte Material sieht verblüffend einer Natursteinfläche ähnlich. Durch seine dezente Farbe ist ein Fassen nachträglich nicht notwendig. Die Verfugung erfolgt mit üblichem„Krippenmörtel“ unter Beigabe von schwarzer Pulverfarbe. Allerdings empfiehlt es sich, die Platten vor dem Ausfugen mit klarem Mattlack einzusprühen, um durch überschüssige Fugenmasse das Reinigen zu erleichtern. Natürlich gibt es im Krippenbau genügend andere Möglichkeiten, Stiegen und Bodenflächen attraktiv zu gestalten. Nach meiner Meinung erzielt man aber bei weitem nicht diesen originellen Effekt, wie mit diesem interessanten Stein.
Eugen Berger, Kirchbichl

Äste im Holzbalken
Um die heimatliche Krippe möglichst natürlich zu gestalten, habe ich von einem unbekannten Krippenbauer eine interessante Bauweise abgeschaut. Es handelt sich dabei um Holzbalken, in die mit wenig Aufwand kleine Äste eingesetzt werden. Sie schauen nicht nur naturgetreu aus, sondern geben der Krippe einen ganz besonderen Reiz. Der heimische Krippenstall ist oft in Blockbauweise aufgezimmert. Um ein natürliches Gesamtbild zu erhalten, habe ich in sämtliche Balken (Tram), einseitig vor dem Aufbauen solch kleine Äste eingesetzt.

Was brauche ich?
Dazu nehme ich vorbereitete Kanthölzer. Für die Äste verwende ich Rundstäbchen (2 – 6 mm), wie sie in jedem Bastelladen erhältlich sind. Aber auch Schaschlikspieße, Zahnstocher, oder selbst geschnitzte Stäbchen eignen sich dazu bestens. Weiters braucht man etwas Leim, einige Bohrer von 2-6mm, ein Messer und eventuell ein feines, rundes Schnitzeisen.

1. Mit einem Bohrer werden Löcher ins Holz gebohrt.
2. Holzstäbchen werden eingeleimt
3. Nach dem Trocknen schneidet man die Hölzchen ab.
4. Um den fertigen Ast schnitzt man eine passende Rille

So wird’s gemacht!
Die Balken werden mit einem Bohrer schräg angebohrt. Zugespitzte Holzstäbchen setzt man mit etwas Leim in die vor gebohrten Löcher. Dabei ist zu beachten, dass man pro Balken nicht mehr als 1 bis maximal 3 Äste einsetzt, damit die fertige Wand nicht zu unruhig wirkt. Nach dem Trocknen werden die überstehenden Hölzchen knapp zum Balken geschnitten. Die glatten Stellen zwischen den Ästen werden mit einem Messer etwas geschnitzt und zu den Außenkanten leicht abgeflacht. Das Gesamtbild der Balken bzw. des Stalles soll weniger geschnitten, sondern eher gehackt aussehen. Man darf daher ruhig einmal gegen die Faser arbeiten. Das Holz reißt dabei leicht ein und bekommt dadurch ein originelles Aussehen. Rund um die Äste schneide ich mit dem Hohleisen feine Rillen und lasse sie der Faser entlang auslaufen. Ebenso schröpfe ich die Kanten der Holzbalken nicht zu zaghaft ab. Sehr attraktiv wirken noch einige, mit dem Schnitzmesser geschnittene Längsrillen, die sich wie „Risse“ im Holz darstellen. Zum Abschluss nehme ich eine steife Drahtbürste und schruppe damit kräftig über die Balkenfläche, bis die Holzmaserung gut zur Geltung kommt. Nun kann mit diesen veredelten Balken der Stall aufgebaut bzw. „geschredelt“ werden. Gutes Gelingen wünscht,
Hannes Beimpold, Kufstein

Holzbeizen
Wer kennt nicht jenes Problem, wenn das Krippendach fertig ist und man beim Beizen des Holzes immer wieder helle Stellen im hintersten Winkel entdeckt und diese kaum noch mit dem Pinsel zu erreichen sind. Dieser Umstand hat mich auf eine Idee gebracht. Wenn ich das Krippenhaus anfangs gar nicht erst auf der Bodenplatte fixiere, habe ich immer die Möglichkeit das Gebäude nach allen Richtungen zu drehen und kann die Holzbeize mit einem Zerstäuber aufsprühen. So eine Sprühflasche mit Handpumpe ist im Gärtnereizubehör in Fachmärkten zu finden (Aber auch leere Festerputzmittelflaschen mit Zerstäuber eignen sich dazu bestens!). Ein kleiner Gartentisch mit den Beinen nach oben und ein großer aufgeschnittener Müllsack schafft die nötige Auffangrinne für daneben gesprühte Beize, die wieder in einen Behälter zurück fließen kann und dadurch mein Arbeitsplatz einigermaßen sauber bleibt. Als Beize verwende ich einfache wasserlösliche Holzbeizen, die ich in mehreren Brauntönen in einem größeren Gefäß mit warmen Wasser auflöse. In die fertige Beize mische ich noch ein oder zwei Esslöffel Salmiakgeist aus der Drogerie mit hinein. Diesen Tipp hat mir ein erfahrener Maler gegeben, als ich bei Restaurierungsarbeiten altes und frisches Holz auf den gleichen Farbton hinbeizen
musste. Die Beize sollte man immer erst auf einem Holzstück ausprobieren. Erst nach dem Trocknen wird der eigentliche Farbton ersichtlich. Beim Arbeiten mit Holzbeizen ist immer Schutzkleidung zu tragen. Auch gummierte Handschuhe sind von Vorteil.
Herbert Krump, Eisenerz

Hölzerne Fenstergitter
Bei orientalischen Krippen werden für Fenstergitter unterschiedliche Materialien verwendet. Eine interessante Möglichkeit möchte ich hier vorstellen: das „Fenstergitter aus Holz“. Da speziell bei Krippenbaukursen immer wieder größere Mengen von Fenstergitter gebraucht werden, habe ich eine schnelle und einfache Möglichkeit gefunden, diese Gitter herzustellen. Als Grundmaterial eignet sich am besten Hartholz. (z.B. Ahorn oder Buche)


Zur Herstellung benötigt man: Eine Tischkreissäge mit einem Sägeblatt von maximal
4mm. Sollte das Gitter etwas feiner sein, ist ein dünneres Blatt zu verwenden. Ein Brettchen (Größe nach Bedarf) mit einer Stärke von maximal 4mm. Eine selbstgemachte Schnittschablone (Holzleiste 50cm mit einer Einteilung von 8mm Abständen) zur Einhaltung der Schnittabstände. Diese Schablone wird mit einer Zwinge am Anschlagbalken der Kreissäge so befestigt, dass sich das Brettchen unterhalb noch durchschieben lässt und dadurch die Orientierung nach links und rechts ausreichend gegeben ist. Je nach Muster (vertikal oder diagonal) ist der Anschlagbalken auf 90 oder 45 Grad einzustellen. Wünscht man die Gitterform „rautenförmig“, wird die Einstellung passend geändert. Das Sägeblatt ist so einzustellen, dass die Schnitttiefe etwas mehr als die Hälfte der Brettchenstärke ausmacht. Ist das Brettchen zum Beispiel 4mm stark, beträgt somit die Blatteinstellung etwas mehr als 2mm. Auf dem Brettchen ist beidseitig eine Markierung zur Orientierung auf der Schnittschablone anzubringen. Nun kann man auf beiden Seiten des Brettchens die Schnitte anbringen und hat in kurzer Zeit ein Gitter hergestellt.
Simon Moser, Niederndorf

 
 
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