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KRIPPENSTREU
Es gibt viele Möglichkeiten Krippenstreu herzustellen.
Ich möchte für diese Serie einen Beitrag
leisten und ein einfaches, aber wohlriechendes Krippenstreurezept
bekannt geben. Dazu sammle ich Fichten oder Tannenzweige,
aber auch beides und gebe sie in einen Papiersack
- das erleichtert mir später das Einsammeln der
abgefallenen Nadeln - und stelle sie zum Trocknen
an einen schattigen bzw. dunklen Platz. Sind sie erst
einmal trocken, hacke oder mahle ich die abgefallenen
Nadeln je nach Bedarf zum Einstreuen meiner Krippe.
So bekomme ich nicht nur ein schönes, olivfarbenes
Krippenstreu, sondern als Draufgabe noch eine nach
Tannen duftende Stube.
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1. Fichtennadeln natur,
getrocknet 2. grob gehackt 3. fein gemahlen |
Otto
Steurer, Krippenbaumeister aus Sellrain
Speik, Weihrauch
der Alpen
Der Speik ist ein in den Nockbergen bis in die östlichen
Almregionen vorkommendes Baldriangewächs. Dieses
wohlriechende Kraut wurde angeblich bereits in der
Zeit Christi, seines eigenartigen Duftes wegen als
getrocknete Handelsware bis in den arabischen Raum
geliefert. Bei uns wird Speik in den Rauhnächten
als Räucherbeigabe, neben Wacholder und geweihten
Palmkätzchen vom Palmbuschen verwendet. Im Nationalpark
„Hohe Tauem“ ist diese Pflanze geschützt
und darf in den Nockbergen nur von wenigen Bauern
gewerblich gesammelt werden. Für den privaten
Gebrauch kann Speik aber von Jedermann gesammelt werden.
Ich wünsche Euch eine wohlriechende Zeit
Josef Herbert
Krassnitzer, Deutsch -Griffen
Zypressen
aus Beifuss
Der Beifuss wächst an vielen Wegrändern
und Geröllplätzen und wird meist gar nicht
beachtet, obwohl er sich bis zu 2m emporreckt. Seine
dunkle Blattfarbe und unscheinbaren Blüten führen
zu dieser allgemeinen Ignoranz. Er hat einen harten
Stengel mit vielen Seitenausläufem. Die doppelt
gefiederten Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün
und auf der Unterseite weißlich und filzig.
Die unauffälligen Blüten sind klein und
grau-gelb. Diese Blütenrispen bilden das Grundmaterial
für unsere Krippenzypressen.
So wird’s gemacht
Für Zypressen, die auf keiner orientalischen
Krippe fehlen sollten, sammelt man mehrere Blütendolden
des gemeinen Beifuss, im aufgeblühten Zustand.
Mehrere Blütenstämmchen werden zu einem
schlanken Baum mit feinem Kupferdraht - am besten
von einer Elektrospule - gebunden. Hat der Baum die
passende Stärke, taucht
man ihn in Leimwasser, und wälzt das Ganze in
feinem Sägemehl bzw. Schleifstaub und drückt
ihn in die gewünschte Form. Nach dem Trocknen
besprüht man die bereits fertigen Zypressen mit
passender olivgrüner Farbe.
Gutes Gelingen
wünscht Klaus Porten, Klüsserath
Der Baumstumpf
Im Krippenmuseum Oberau in Oberbayem entdeckte ich
auf einer von Ludwig Reiser gebauten Krippe ein reizendes
Krippenkleinod. Ich erspähte auf dem Gelände
einige
interessante Baumstümpfe, die meine Neugier weckten.
Es waren abgeschnittene
Aststummel die dicht am Baumstamm abgesägt wurden
und ins bemooste Krippengelände gestellt wurden.
Ihre Form war am Ansatz etwas dicker und sahen gerade
dadurch einem echten Baumstumpf täuschend ähnlich.
Eine reizende Idee, die ich interessierten Krippenfreunden
gerne weiter gebe!
Ein aufmerksamer
Museumsbesucher
(Name der Redaktion bekannt)
Der „Alte
Taxenbaum“
Ein toller Krippenbaum „Zum selber machen“!
Dieser interessante Baum, der sowohl in einer Sommer
als auch in der Winterkrippe für Beachtung sorgt,
kann man sich auf einfachste Art selbst bauen. Aus
dürren, mit Flechten befallenen „Taxzweiglein“,
wird mittels Heißkleber eine baumförmige
Pyramide gebaut. Die Flechten sind dabei aber besonders
wichtig, denn durch sie bekommt man erst das markante
Aussehen eines verdorrten Fichtenbaumes. Auf Almen,
nahe der Baumgrenze, stößt man am ehesten
auf diese knorrigen „Taxenbäume“.
Meist sind deren unteren Äste verdorrt und bereits
mit Flechten überzogen. Genau diese Zweige sind
das Grundmaterial für unsere Krippenbäume.
Das braucht man dazu: Ein Grundplättchen aus
Holz oder Karton, einige „Taxenzweige“
wie beschrieben, Seitenschneider, Messer und eine
Heißklebepistole.
So wird’s gemacht: In die Mitte des Grundbrettchens
leimt man ein Holzstäbchen. (Holzdübel 8mm)
Um dieses Hölzchen werden mittels Heißkleber
passende, zurechtgebrochene Fichtenzweiglein, pyramidenförmig
angeordnet, bis die gewünschte Baumhöhe
erreicht ist. Viel Glück beim Nachbauen
Peter Schrettl,
Krippenverein Wörgl
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