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Krippenmörtel
In der Krippenwerkstätte in Eisenerz wird seit
einiger Zeit ein Baustoff verwendet, der im Fachhandel
unter „Ansetzbinder“ zu kaufen ist und
beim Hausbau zur Befestigung von Gipsplatten dient.
Dieses Material bietet, abgesehen vom verhältnismäßig
geringen Preis zu anderen Spachtelmassen, speziell
auch im Krippenbau besondere Vorteile.
Zum Beispiel ist eine Materialauftragsstärke
von mehreren Zentimetern möglich, die ohne Rissbildung
oder Schwund aushärtet und deshalb auch zum Geländeaufbau
gut geeignet ist. Mit einem Viertelanteil von Sägespänen,
am besten von der Bandsäge, ist diese Spachtelmasse
zu einem Strukturputz mischbar und eine Beimengung
von Leim nicht notwendig.
Auf Weichfaserplatten empfiehlt es sich, mit der Spachtel
einen ersten feinen Auftrag einzureiben, um eine Haftbrücke
herzustellen, um dann beliebig dick aufspachteln zu
können. Auf Hartschaumplatten oder Holz wird
der Mörtel direkt und ohne eine Vorbehandlung
aufgetragen. Die Verarbeitungszeit beträgt, je
nach Anteil von Sägespänen oder Raumtemperatur,
mindestens 15 bis 30 Minuten. Nach dem Aushärten
kann die Trocknung mit Heißluft ( Haarföhn
) beschleunigt werden. Der ausgetrocknete Ansetzbinder
ist bereits wieder überspachtelbar. Wird zum
Beispiel mit Außendispersionsfarbe das Ganze
überstrichen, ist jede Art von Fassung auf diesem
Material möglich. Den Rahmen um die Bodenplatte
kann man mit einem Überstand von einigen Millimetern
fertig montieren, mit Abdeckband verkleben und gleich
bündig mitverspachteln. Die Rahmenleisten sind
vorher zu beizen und matt zu lackieren. Damit entfallen
spätere Probleme beim genauen Anpassen der Rahmen
oder die unschönen Spalten, wenn es nicht ganz
so klappt, wie man möchte. Der Ansetzbinder ist
auch für die Verwendung in Gussformen gut geeignet.
Besondere Marmoreffekte kann man auch über die
Beimengung von Pulver-- oder Abtönfarben im Mischwasser
erzielen. Diese entstehen durch vorsichtiges Verrühren
(Unterheben) verschiedenfärbiger Spachtelmassen.
Nach dem Aushärten kann mit einfachen Werkzeugen
eine Nachbearbeitung, ähnlich wie mit Speckstein,
erfolgen. Die Endfestigkeit wird erst nach völliger
Austrocknung erreicht. Die Lagerung von Ansetzbinder
im verschlossenen Plastikkübel ist fast unbegrenzt.
Es empfiehlt sich auch, mit rostfreien Werkzeugen
zu arbeiten.
Herbert Krump,
Eisenerz
Zypressen
Meine Zypressen mache ich auf eine andere Art, als
die vorgestellten aus der „Krippenwerkstatt“.
Die optische Wirkung meiner Zypressen ist hervorragend
und wirken besonders naturecht. Auch die Erzeugung
ist sehr einfach:
Das braucht man:
1 Rundholzstäbchen, ca. 3-5mm Durchmesser, einige
Thuja - Zweige von Thujabäumen, nicht Hecken
(Botanisch: Chamacypanis lawsonia„Stewartii“),
Pattex - Kontaktkleber aus der Büchse, etwas
Blumendraht, ein Paar Wegwerfhandschuhe,
eventuell Farbe für die Nachbehandlung.
So wird’s gemacht:
Die Thuja – Zweige, mit leicht vergilbten äußeren
Rändern werden je nach gewünschter Größe
mit Blumendraht um das Rundhölzchen gebunden.
Mit einem alten Pinsel ( Dieser muss anschließend
entsorgt werden!) den Pattex - Kleber auf die Thujen
aufstreichen. Mit der behandschuhten Hand lässt
sich dann eine wunderbare Zypresse formen. Nach einer
1-tägige Trocknung kann dann die Zypresse direkt
auf den Boden oder auf einem geeigneten Stamm eingesetzt
werden. Meiner Erfahrung nach müssen Thujen nicht
präpariert werden und halten viele Jahre. Ein
nachträgliches Bemalen ist nicht notwendig. Das
Gesamtbild kann aber durch einige Farb-Korrekturen
verbessert werden!
Otmar Holzer
aus Lustenau
Schindelmaschine
Mit der Hand Schindel schneiden ist eine zeitaufwendige
Arbeit. Daher habe ich die geniale Idee eines findigen
Krippenbauers aufgegriffen, und eine einfache Schindelmaschine
gebaut. Mit dieser einfachen Spaltmaschine ist diese
Aufgabe ein Vergnügen. Dazu wird zwischen zwei
Flacheisen ein starkes Küchenmesser geklemmt
(siehe Foto). Das ist schon der ganze Trick! Durch
die große Hebelwirkung lassen sich mit wenig
Kraft in kurzer Zeit eine Menge Schindeln abspalten.
Diese Vorrichtung kann sich jeder mit etwas Geschick
selbst bauen.
Peter Schrettl,
Angerberg
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