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DIE KRIPPENBELEUCHTUNG
TEIL 2
Der Bericht über die Krippenbeleuchtung brachte mir
einige Leserbriefe. Ein Krippenfreund schrieb: Ich bin froh,
dass über die Beleuchtung ein Artikel gekommen ist
und wünsche mir noch mehr solche Beiträge zu diesem
Thema. Natürlich könnte man darüber vieles
schreiben. Über billige Stecktrafo mit Spannungsregler,
über Flackerlichter, Leuchtdioden oder sonstigen elektronischen
Teilen, die zwar preiswert sind, für unseren Gebrauch
jedoch nur von versierten Fachleuten eingesetzt werden können.
Außerdem würden die dazu notwendigen Erklärungen
für manchen von uns zu weit gehen und den Rahmen dieser
Beiträge sprengen. Bleiben wir daher bei altbewährten,
erprobten Systemen.
Im Juliheft befassten wir uns mit der einfachen Lichtinstallation.
Auch mit den Begriffen Strom (A) und Spannung (V) konnten
wir uns an Hand von einigen Beispielen die Zusammenhänge
besser vorstellen. Der heutige Beitrag ist für größere
Krippen, vor allem aber für Krippen mit Hirtenfeld
und Stadtteil gedacht. Es wird an einem Beispiel gezeigt,
wie die Beleuchtung von Landschaftskrippen aufgebaut ist.
In der Regel sind für den „größeren"
Krippenberg mehreren Lichtquellen notwendig. Mindestens
aber zwei. Man spricht von einer Allgemein- und einer „Punkt
- Beleuchtung". Alle aufeinander gut abgestimmten Lichtquellen
bringen dem Betrachter erst die richtige Stimmung.
Allgemeinbeleuchtung
Unter Allgemeinbeleuchtung versteht man - wie der Name schon
sagt - jene Lichtmenge, die notwendig ist, eine Krippe gleichmäßig
auszuleuchten. Um die gewünschte Stimmung zu bekommen
spielen die Lichtmenge, die Lichtverteilung und nicht zuletzt
die Lichtfarbe eine wesentliche Rolle. Für die Lichtmenge
sind in erster Linie die Anzahl der Leuchten und ihre Leistung
verantwortlich. Ihre Stärke wird in Watt angegeben.
Lichtfarbe
Die Lichtfarbe ist für den Gesamteindruck einer Krippe
von besonderer Bedeutung. Grundsätzlich teilt man Lichtfarben
in Warm und Kalt ein. Während Kaltlicht durch Blauanteile
kühl wirkt, empfindet man bei mehr Gelb- und Rotanteilen,
bzw. orangem Licht ein wärmendes, angenehmes Gefühl.
Der Fachmann spricht von Warmtonlampen, bei Leuchtstofflampen
- auf Grund der blauen Lichtanteile - von Kaltlicht.
Scheinwerfer und
Strahler
Als Krippenscheinwerfer
werden meist Halogenstrahler verwendet. Man nennt sie Niedervoltstrahler
(12 Volt), die durch einen Trafo strommäßig versorgt
werden. Die gängigsten Stärken sind 20, 35 und
50 Watt. Die Licht-Regelung geschieht am Trafo und wird
mittels Dimmer an der 220 Volt Seite reguliert. Auf dem
Lampensockel der Strahlerlampen sind Betriebsspannung in
Volt, die Leistung in Watt und der Strahlungswinkel in Grad
angegeben.
Für die Krippenbeleuchtung ist dieser Winkel von großer
Bedeutung. Die meisten im Handel angebotenen Halogenlampen
sind Breitstrahler und haben einen Strahlungswinkel von
36 bis 40 Grad. Durch die breite Lichtstreuung sind sie
daher nur begrenzt einsetzbar. Je kleiner der Strahlungswinkel,
desto gebündelter der Lichtstrahl. Im Fachhandel sind
sie von 10 - 40 Grad erhältlich. In Ausnahmefällen
sogar ab 8 Grad.

Dieser Skizze liegt ein Strahlungswinkel von 10 Grad zu
Grunde. Bei einem Lichtpunktabstand von 1,5 m wird ein Lichtkegel
von ca. 30 cm ausgeleuchtet.
Ein Beispiel: Ist der Scheinwerfer 1,5m über der Krippe
an der Decke oder hinter einer Blende montiert und auf den
Stall gerichtet, wird die Hl. Familie und weniger das Umfeld
ausgeleuchtet. Beide Lichter, die Allgemeinbeleuchtung und
das Scheinwerferlicht werden aufeinander mit den Reglern
sorgfältigst abgestimmt. Die Vorteile liegen auf der
Hand. Der Betrachter weiß kaum, wo das Licht herkommt.
Der
Krippenberg erscheint im Dämmerlicht und mit den Strahlern
bekommt jede Figurengruppe die richtige Lichtmenge. Es entsteht
eine angenehme, ausgewogene
Stimmung die sich jeder „Krippeler“ wünscht.
Tipp: Sorgen Sie bei dieser Art von Beleuchtung, dass Zwielicht
oder Tageslicht möglichst keinen Einfluss auf die Krippenbeleuchtung
haben.
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