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Krippenstauden und Mondkalender?
Einige Botanik - Tipps für Krippenfreunde! Hirschheiderich
bzw. Alpenazalee wachsen grundsätzlich nur auf Urgestein
ab 1800 m. Das Wachstum in dieser Höhe ist langsam
bis spärlich und es braucht Jahre bis diese Pflanzen
für unsere Krippen zu gebrauchen sind. Beachtet daher
die regionalen Vorschriften zum Naturschutz! Weiters sollte
man beim Sammeln dieser Pflanzen besonders achten, dass
ihre Wurzelkörper nicht verletzt werden. Das heißt:
Einzelne Zweige mit einer Rebschere oder ähnlichem
Werkzeug abschneiden und nicht ausreißen! Geht also
sorgsam um und entnehmt nur, was ihr wirklich benötigt.
Der besondere Tipp: Damit die kleinen Blätter besser
an den Zweigen bleiben, sollte Hirschheiderich nur im übergehenden
Mond gesammelt werden. Günstig ist, die Stauden nach
einem Reif zu sammeln, da die Blätter dadurch schöner
gefärbt sind. Weiters sollte geschnittener Hirschheiderich
bis zur Verwendung in einem Keller kühl und dunkel
gelagert werden. Um eine längere Haltbarkeit - z.B.
unschöne Verfärbung der Blätter - zu erzielen,
könnten die angebrachten Zweige beidseitig mit farblosem
Mattlack besprüht werden (Sinnvoller Ersatz für
giftiges Formalin- und Glyzerinbad).
Abschließend möchte ich Euch noch den Rat geben,
die Krippe an einem möglichst kühlen und dunklen
Ort aufzubewahren. Durch Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung
erzielt man ganz allgemein eine längere Haltbarkeit
der Botanik und die Natürlichkeit ihrer Farben.
Hermann Rass, Krippenverein
Hörbranz-Lochau
So bleiben Krippenstauden
haltbarer!
Als Beitrag für diese aufschlussreiche Serie möchte
ich ein neues Verfahren zur Pflanzenkonservierung vorstellen.
Auf einfache Weise wird damit jedem Krippenfreund die Möglichkeit
gegeben, seine „Krippenstauden“ haltbarer zu
machen. Diese neue Methode dürfte von den „Salzburger
Krippenfreunden“ stammen. Sie waren es, die in einem
Gespräch auf diese neue Technik hinwiesen bzw. mit
dieser einfachen Arbeitsweise die besten Ergebnisse erzielten
konnten. Natürlich steht noch nicht fest, wie viele
Jahre die so behandelten Pflanzen und Stauden unseren Vorstellungen
von Haltbarkeit entsprechen. Eines ist aber heute schon
sicher: Wenn sie nur um ein Jahr länger brauchbar bleiben,
kann man bereits von Erfolg sprechen. Ich habe einige Proben
mit verschiedenen Pflanzen gemacht und war über das
Resultat angenehm überrascht.
Was braucht man?
1 Liter Dispersionsbinder farblos (z.B. Durlin Binder, Kunststoff-Dispersion)
1 – 2 Liter Wasser
1 Kübel
1 Stück Gitter
So wird’s gemacht:
1. Die frisch gesammelten bereits trockenen Stauden werden
sorgfältig gereinigt und in brauchbare Stücke
geteilt.
2. 1 Liter Dispersionsbinder wird in einem verschließbaren
Gefäß - die Dispersionsfarbe kann so aufbewahrt
und wieder verwendet werden - mit cirka 1-2 Liter Wasser
verdünnt.
3. Über einen leeren Kübel spannt man ein Gitter
oder legt einen Rost.
4. Die vorbereiteten Pflanzenteile taucht man in die Dispersionslösung
und schüttelt die überschüssige Farbe ab.
5. Durch leichtes Aufschlagen auf das vorbereitete
Gitter schüttelt man die restliche Farbe ab und erreicht
außerdem, dass dadurch verdorrte, unschöne Pflanzenteile
abfallen.
6. Zum Trocknen werden die Stauden am besten auf ein Gitter
oder auf dünne Holzleisten gelegt. Während des
Trockenvorganges (1-2 Stunden, je nach Raumtemperatur!)
sollte man die so „präparierten“ Teile
öfter umgelegen, um ein Festkleben zu verhindern.
1. Pflanzenteile werden in die verdünnte Dispersionsfarbe
getaucht.
2. Auf einem Gitter wird überschüssige Farbe abgeschüttelt.
Die Farbmischung ist in ihrer Farbe milchig weiß.
Keine Angst! Nach dem Trocknen ist die Farbe glasklar mit
einer mattglänzenden Oberfläche. Gutes Gelingen
wünscht Euch Schrettl Peter, Krippenverein Wörgl
Die Farbe auf der
Krippe
Ausschlaggebend für diese Zeilen ist die Feststellung,
dass viele Krippenbauer ihre Krippe mit einem einzigen Farbton
versehen - von links unten bis rechts oben. (Ein „Packerl“
Körnerbeize ergibt ja viele Liter!) Auf diversen Krippenausstellungen
konnte ich dies immer wieder feststellen. Über das
Beizen im Bereich des Krippenbaus gibt's Dutzende Fachpublikationen.
Auch unter dieser Rubrik sind Beiträge über wasserlösliche
„Packerl“ bzw. Körnerbeizen erschienen.
Ein "Angleichen" von Farbtönen kann im Krippenbau
eher vernachlässigt werden. Ich verwende überwiegend
die „Kardix“ Spiritusbeize. Der Preis ist unwesentlich
höher, wenn man in Betracht zieht, dass Beize im Krippenbau
in kleinen Mengen gebraucht wird und diese in vielen Brauntönen
und weiteren Hauptfarbtönen in bedarfsgerechter Menge
ab 250 ml (1/4l) erhältlich sind.
Als weiterer Grund, diese Beize zu verwenden ist die Überstreichbarkeit
von Kalt- und Heißkleberflecken und ihre schnelle
Trockenzeit. Untereinander sind Farbtöne gut mischbar.
Man erreicht mit Spiritusbeizen hervorragende Nuancierungen
auf Hart und Weichhölzern. Eine weitere sehr interessante
Möglichkeit für Krippenbauer besteht mit einem
Hilfsmittel eine Holzalterung zu erreichen. Ein Mittel ,
das den natürlichen Alterungsprozess von Holz beschleunigt,
aber kein Farbstoff ist (Für Weich und Hartholz in
Fachhandel erhältlich!). Gerade auf dem Gebiet des
heimatlichen Krippenbaus, lassen sich durch Verdünnen
mit Wasser oder durch mehrmaliges Überstreichen alle
gewünschten Alterungsstufen erzielen. Diese Holzveredelungsartikel
erhalten Sie vorzugsweise im Bereiche des Restaurierungsfachhandels.
Heinrich F. Jäger,
Braunau, Oberes Innviertel
Holzmehl als Krippenstreu
Ein Krippenstreumaterial der besonderen Art möchte
ich Euch vorstellen. Nicht nur wegen seiner gleichmäßigen,
feinen Körnung, sondern vielmehr des schönen Farbtons
wegen kam mir die Idee eine Probe auf meine orientalische
Krippe zu streuen. Herrlich diese Färbung, viel schöner
als Wüstensand. Beim Holzarbeiten an alten Buchenstöcken
viel mir schon mehrmals dieses sandige, braune Pulver auf,
das in rauen Mengen zwischen der Rinde und den „Buchenscheitern“
vorhanden ist und beim Holzhacken hervorquoll, bis mir die
Idee mit der Krippe kam. Was aber ist nun dieses feine Holzmehl?
Das ist bald erklärt! Dieses feine Pulver erzeugt er
Holzwurm mit Vorliebe wenn die Rinde am Stamm bleibt. Lässt
man diesem „Tierchen“ genügend Zeit sich
durch zu fressen, sorgt dieser nimmermüde Holzschädling
für jenes Abfallprodukt das so gut auf meine Krippen
passt.

Der Holzwurm
Der Holzwurm in den Buchenscheitern Macht Krippenfreunde
froh und heiter. Er frisst und beißt sich durch das
Holz Auf ihn sind wir ganz besonders stolz. Drum Krippenfreunde
auf zum Suchen Nach dem Wurm in Euren Buchen. Das Musterholz
das soll Euch zeigen Wie Würmer dieses Holz zerreiben!
Karl Wastl, Villach
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